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Erkältung: Verlauf und Dauer, und warum der Husten am längsten bleibt

Erkältung: Verlauf und Dauer. Sechs der acht ersten Seiten stammen von Herstellern von Erkältungsmitteln. Der Husten dauert im Schnitt 18 Tage.

Mann in weißem T-Shirt, der sich die Nase mit einem Papiertaschentuch putzt

Wie lange dauert eine Erkältung? Laut IQWiG klingt sie meist nach 1 bis 2 Wochen von selbst ab, und das Schlimmste ist in der Regel nach einer Woche vorbei. Am längsten bleibt der Husten: bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage. Und was den Verlauf einer Erkältung wirklich verkürzt, ist dünner belegt, als die Seiten der Hersteller vermuten lassen.

Verlauf einer Erkältung: Tag für Tag

Die Referenzzahl stammt aus der Übersichtsarbeit von Heikkinen und Järvinen in The Lancet: Eine Erkältung dauert im Mittel 7 bis 10 Tage, bei einem Teil der Betroffenen sind einzelne Beschwerden aber noch nach 3 Wochen da. Das IQWiG sagt es alltagsnäher: Meist klingt eine Erkältung nach 1 bis 2 Wochen von selbst wieder ab.

Die Beschwerden bauen sich schnell auf, erreichen am zweiten oder dritten Tag ihren Höhepunkt und lassen dann langsam nach, jede in ihrem eigenen Tempo. Den Höhepunkt am zweiten oder dritten Tag kennen viele vom Muskelkater nach ungewohntem Training; dort dauert die ganze Sache allerdings nur ein paar Tage.

WannWas meist passiert
Ab 10 bis 12 Stunden nach der AnsteckungDie ersten Beschwerden können beginnen, oft Kratzen im Hals
Tag 2 und 3Der Höhepunkt: Nase, Hals, Abgeschlagenheit
Tag 7 bis 10Den meisten geht es wieder gut oder fast gut
Bis zu 3 WochenVor allem der Husten kann bleiben

Zeiten aus der Übersichtsarbeit von Heikkinen und Järvinen (The Lancet, 2003). Es sind typische Werte, kein Fahrplan: Erkältungen werden von vielen verschiedenen Viren ausgelöst. Viele Seiten legen die „Akutphase“ auf Tag 3 bis 5 oder sogar 4 bis 6, weil sie ab der Ansteckung zählen, nicht ab den ersten Beschwerden.

Bei Kindern dauert es etwas länger. Die systematische Übersicht von Thompson und Kollegen im BMJ mit 48 Studien fand, dass es etwa der Hälfte der Kinder nach 10 Tagen besser ging und neun von zehn nach 15 Tagen wieder gesund waren.

Wie lange dauert Husten nach einer Erkältung?

Wenn Schnupfen und Halsweh vorbei sind, sind die Atemwege noch gereizt, und der Husten bleibt, oft trocken. Bevor Sie die Zahl lesen, schätzen Sie selbst:

Bevor Sie weiterlesen

Wie viele Tage dauert Ihrer Meinung nach der Husten einer Erkältung?

Tage

Die Zahl, die Ihnen spontan einfällt. Wir stellen sie neben das, was Studien gemessen haben.

Erwartung und Durchschnitt stammen aus derselben Arbeit: Ebell und Kollegen (Annals of Family Medicine, 2013) befragten 493 Erwachsene, deren Antwort im Median 5 bis 7 Tage war, und werteten die Studien zu akutem Husten bei gesunden Erwachsenen aus, Erkältungen und akute Bronchitis eingeschlossen: im Mittel 17,8 Tage. Das IQWiG nennt dieselben 18 Tage. Die Zahlen für Kinder stammen von Thompson und Kollegen (BMJ, 2013). Ihre Zahl verlässt diese Seite nicht.

Dieser Abstand ist das Nützlichste auf dieser Seite. Ebell und Kollegen fragten 493 Erwachsene, wie lange ein akuter Husten dauert: 5 bis 7 Tage war die Antwort im Median. In den veröffentlichten Studien lag der Mittelwert bei 17,8 Tagen. Die Autoren sehen in dieser Lücke einen Grund, warum Menschen Antibiotika verlangen, die nicht helfen.

In Deutschland steht dieselbe Zahl beim IQWiG und auf gesund.bund.de, dem Portal des Bundesgesundheitsministeriums. Und die Husten-Leitlinie der DEGAM, nach der Hausärztinnen und Hausärzte arbeiten, zählt Husten bis zu drei Wochen als akut, zwischen drei und acht Wochen als subakut und erst danach als chronisch, mit ausführlicher Abklärung.

Tasse Tee mit zwei Zitronenscheiben auf einem grauen Wollpullover
Ein heißes Getränk tut dem Hals gut, ändert aber nichts am Kalender: Der Husten einer Erkältung dauert bei Erwachsenen im Mittel fast drei Wochen.

Was die ersten Seiten zum Verlauf einer Erkältung sagen

Am 23. September 2026 haben wir die zehn ersten Ergebnisse zu „Erkältung Verlauf“ gelesen, Wort für Wort. Zwei davon waren Bilderblöcke; die acht Seiten mit Text:

PositionWerDauer laut SeiteZum Arzt abEigenes Mittel für einen kürzeren oder milderen Verlauf?
1Hersteller eines ErkältungsmittelsEtwa 7 TageNach über 1 WocheJa: „verkürzt nachweislich“
3Gemeinnützige Stiftung9 Tage, bei Kindern bis 15Keine Tagesgrenze für ErwachseneNein
4Hersteller eines Erkältungsmittels1 bis 2 WochenKeine AngabeJa: „früh einschreiten“
5Hersteller eines Erkältungsmittels7 bis 10 TageKeine AngabeJa, aber: „mit oder ohne Medikamente“ 7 bis 10 Tage
6Hersteller eines homöopathischen MittelsEtwa 9 TageKeine AngabeJa: Ausbruch „sogar verhindern“
7KrankenkasseEtwa 8 TageNach einer WocheNein
8Hersteller eines ErkältungsmittelsNach etwa 14 Tagen überstandenNach 7 TagenJa: „schneller wieder auf die Beine“
9Hersteller eines Hustenmittels1 bis 2 WochenNach einer WocheNein

Wörtliche Lektüre jeder Seite am 23.09.2026. Wir nennen sie nicht, weil es nicht darum geht, wer sich irrt, sondern darum, wer antwortet: Sechs der acht Seiten stammen von Herstellern von Erkältungsmitteln, und weder das IQWiG noch gesund.bund.de stehen unter den ersten zehn.

Die Dauer geht von „etwa 7 Tagen“ bis „nach etwa 14 Tagen überstanden“, und keine der Angaben ist falsch: Die einen meinen, wann das Schlimmste vorbei ist, die anderen, wann alles vorbei ist. Auffälliger ist die rechte Spalte. Vier Seiten schicken Sie nach einer Woche zum Arzt, und weder das IQWiG noch gesund.bund.de noch die Husten-Leitlinie der DEGAM setzen diese Grenze.

Wann mit einer Erkältung zum Arzt?

Die Dauer allein ist selten der Grund. Entscheidend ist, ob es schlimmer statt besser wird, und ob Warnzeichen dazukommen. Jedes Land zieht die Grenze woanders, und keines bei einer Woche:

Kein Fieber, nichts Ungewöhnliches: Schnupfen, etwas Halsweh und Husten

An welchem Tag würden Sie einen Termin machen, nur weil es nicht weggeht?

Nicht auf einen bestimmten Tag warten

  • Hohes Fieber
  • Starke oder sich verstärkende Beschwerden
  • Schmerzen in der Brust
  • Luftnot oder Probleme beim Atmen
  • Eine chronische Atemwegserkrankung wie COPD

Die Warnzeichen stammen aus der Erkältungsseite des IQWiG (gesundheitsinformation.de), die Einteilung des Hustens aus der S3-Leitlinie „Akuter und chronischer Husten“ der DEGAM, die ausländischen Grenzen von den Seiten des NHS, des baskischen Gesundheitsdienstes Osakidetza und der französischen Assurance Maladie, alle gelesen am 23. September 2026. Das ist eine Orientierung, keine Diagnose: Mit einer chronischen Erkrankung, einem geschwächten Immunsystem oder bei einem Kind fragen Sie früher. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, bei Lebensgefahr den Notruf 112.

Die Warnzeichen des IQWiG sind hohes Fieber, starke oder sich verstärkende Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Luftnot oder Probleme beim Atmen. Ab welcher Temperatur man von Fieber spricht, steht in unserem Beitrag zur normalen Körpertemperatur. Sind die Praxen geschlossen, erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117; bei Lebensgefahr wählen Sie 112.

Für Kinder nennt die Stiftung Gesundheitswissen einen Arztbesuch, wenn ein Kind über mehrere Tage hohes Fieber hat, länger als zehn Tage hustet oder länger als 14 Tage Schnupfen hat. Deutliche Atembeschwerden, Verwirrtheit, fehlende Reaktion auf Ansprache oder ein Fieberkrampf sind ein Fall für den Notarzt.

Steht mitten in der Erkältung ohnehin eine Blutabnahme an, sagen Sie in der Praxis dazu, dass Sie krank sind. Das Ferritin steigt bei Infekten und Entzündungen und kann so einen Eisenmangel verdecken, und wer mit Fieber tagelang wenig getrunken hat, kann ein vorübergehend höheres Kreatinin haben, ohne dass die Niere krank ist.

Krankschreibung bei Erkältung: ab wann, und auch per Telefon

Viele gehen am dritten oder vierten Tag in die Praxis, nicht wegen der Erkältung, sondern wegen der Bescheinigung. Die Regel steht im § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes: Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, brauchen Sie spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung. Ihr Arbeitgeber darf sie auch früher verlangen.

Seit dem 7. Dezember 2023 geht das auch ohne Wartezimmer. Laut Gemeinsamem Bundesausschuss kann eine Praxis Sie nach einem Telefonat für bis zu 5 Kalendertage krankschreiben, wenn Sie dort bekannt sind und keine schwere Symptomatik vorliegt. Einen Anspruch darauf haben Sie nicht, und für eine Verlängerung müssen Sie in die Praxis, wenn die erste Bescheinigung telefonisch war.

Wie lange ist man bei einer Erkältung ansteckend?

Eine feste Zahl von Tagen gibt es nicht. Ansteckend ist man schon kurz bevor die Beschwerden beginnen, und am meisten in den ersten Tagen: Bei Rhinoviren, den häufigsten Erregern, erreicht die Virusmenge laut The Lancet am zweiten Tag nach der Ansteckung ihren Höhepunkt und sinkt dann rasch. Kleine Mengen können noch bis zu drei Wochen nachweisbar sein.

Deshalb lesen Sie auf den ersten Seiten mal „etwa zehn Tage“, mal „ein bis zwei Wochen“. Brauchbarer als jede Zahl ist die Faustregel: Solange Sie niesen und husten, halten Sie Abstand und waschen Sie sich die Hände.

Und noch eine Korrektur für jeden Winter: Kälte allein macht keine Erkältung. Die Übersicht in The Lancet schreibt, die spärlichen Daten stützten den verbreiteten Glauben nicht, dass Frieren Erkältungen auslöst.

Erkältung oder Grippe: der Unterschied

Nicht an der Dauer erkennbar, sondern am Beginn und daran, wie krank Sie sich fühlen:

ErkältungGrippe (Influenza)
BeginnAllmählich, über einige TagePlötzlich
Typische BeschwerdenSchnupfen, Halsschmerzen, Husten, manchmal leichtes FieberFieber, Husten oder Halsschmerzen, Muskel- oder Kopfschmerzen
DauerMeist 1 bis 2 WochenMeist 5 bis 7 Tage, mit Komplikationen deutlich länger

Erkältung nach dem IQWiG, Grippe nach dem RKI-Ratgeber Influenza, beide gelesen am 23.09.2026. Das RKI weist darauf hin, dass viele andere Atemwegserreger dieselben Beschwerden machen können: Am Beschwerdebild allein lässt sich eine Grippe nicht sicher erkennen.

Was eine Erkältung verkürzt, und was nicht

Die Studienlage ist kurz und ziemlich klar. Prüfen Sie sich zuerst selbst:

Bevor Sie die Studien lesen

Verkürzt es eine Erkältung? Urteilen Sie selbst

  • Vitamin C ab dem Tag, an dem die Erkältung beginnt

  • Ein Antibiotikum

  • Echinacea (Sonnenhut) ab dem ersten Tag

  • Vitamin C jeden Tag, das ganze Jahr

  • Zink ab dem ersten Tag

Die Zahlen stammen aus vier Cochrane-Übersichten: Vitamin C (Hemilä und Chalker, 2013), Antibiotika (Kenealy und Arroll, aktualisiert 2025), Echinacea (Karsch-Völk und Kollegen, 2014) und Zink (Nault und Kollegen, 2024). Das ist keine Empfehlung, etwas einzunehmen: Wenn Sie andere Medikamente nehmen, schwanger sind oder es um ein Kind geht, fragen Sie zuerst in der Apotheke oder in Ihrer Praxis.

Das IQWiG sagt es in einem Satz: Medikamente sind meist nicht nötig und können allenfalls helfen, die Beschwerden etwas zu lindern. Vor- und Nachteile von Zink, Vitamin C und Echinacea ließen sich bisher nicht zuverlässig beurteilen. Die Präparate, mit denen die Herstellerseiten oben einen kürzeren oder milderen Verlauf versprechen, prüfen wir hier nicht: Für die fünf Mittel im Test gibt es Cochrane-Übersichten, für sie haben wir keine gefunden. Das Muster kennen wir aus anderen Regalen: Bei Ashwagandha-Tabletten zum „Cortisol senken“ nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung die versprochenen Wirkungen nicht belegt, und Omega-3-Kapseln hält es für gesunde Menschen, die regelmäßig Fisch essen, für nicht notwendig.

Zink aus der Lutschtablette ist übrigens etwas anderes als Zink aus dem Essen; wie viel Sie davon brauchen und wo es steckt, steht in unserem Beitrag zu Zink-Lebensmitteln. Dort steht auch die Obergrenze der EFSA: 25 mg am Tag aus allen Quellen zusammen.

Unsere Meinung

Was wir tun würden. Ab dem ersten Tag zählen und auf die Richtung achten, nicht auf den Kalender. Wird jeder Tag ein wenig besser als der vorige, ist Husten in der dritten Woche im Rahmen. Wird ein Tag schlechter oder kommt hohes Fieber dazu, würden wir einen Termin machen, egal an welchem Tag.

Womit wir nicht einverstanden sind. Mit der Woche als Grenze für den Arztbesuch, wenn sie von Seiten kommt, die im selben Text ein Mittel für den Verlauf empfehlen. IQWiG und gesund.bund.de setzen gar keine Tagesgrenze, sondern nennen Warnzeichen, und das ist die ehrlichere Antwort.

Was wir nicht wissen. Es gibt für Erwachsene keine so gute Verlaufskurve wie die für Kinder im BMJ: Die 17,8 Tage für den Husten mischen Erkältungen mit akuter Bronchitis. Und wir wissen nicht, warum Großbritannien, Spanien und Frankreich ihre Grenze so unterschiedlich ziehen: 10 Tage, 10 Tage und 15 bis 20.

Diese Seite ist von keiner Marke, keinem Hersteller und keiner Krankenkasse gesponsert. Jede Studie ist oben verlinkt, und die Seiten der ersten Ergebnisse haben wir am Tag der Veröffentlichung selbst gelesen.

Erst die Zahlen

Yantar liest die Studien, bevor es einen Rat wiederholt, und baut einen Preisvergleich für Supermärkte mit eigenen Daten. Die App ist in Entwicklung; wir sagen Bescheid, wenn sie startet.

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Häufige Fragen

Laut IQWiG klingt eine Erkältung meist nach 1 bis 2 Wochen von selbst ab, und das Schlimmste ist in der Regel nach einer Woche überstanden. Die Übersichtsarbeit von Heikkinen und Järvinen in The Lancet nennt im Mittel 7 bis 10 Tage; bei einem Teil der Betroffenen bleiben einzelne Beschwerden länger als 3 Wochen. Am längsten hält sich meist der Husten.

Die ersten Beschwerden können schon 10 bis 12 Stunden nach der Ansteckung beginnen, oft mit Kratzen im Hals. Am zweiten und dritten Tag sind sie am stärksten, danach lassen sie langsam nach. Nach 7 bis 10 Tagen geht es den meisten wieder gut oder fast gut; der Husten kann bis zu drei Wochen bleiben. Welche Tage eine Seite als Akutphase bezeichnet, hängt davon ab, ob sie ab der Ansteckung oder ab den ersten Beschwerden zählt.

Länger, als die meisten erwarten. In der Übersichtsarbeit von Ebell und Kollegen dauerte akuter Husten bei gesunden Erwachsenen im Mittel 17,8 Tage, während die Befragten 5 bis 7 Tage erwarteten. Das IQWiG nennt ebenfalls 18 Tage. Nach der Hausarzt-Leitlinie der DEGAM gilt Husten bis zu drei Wochen als akut und erst ab acht Wochen als chronisch.

Eine feste Zahl von Tagen gibt es nicht. Ansteckend ist man schon kurz bevor die Beschwerden beginnen, und am meisten Viren werden in den ersten Tagen ausgeschieden: Bei Rhinoviren erreicht die Menge am zweiten Tag nach der Ansteckung ihren Höhepunkt und sinkt danach rasch. Kleine Mengen können noch bis zu drei Wochen nachweisbar sein.

Am Beginn, nicht an der Dauer. Eine Grippe beginnt nach dem Robert Koch-Institut typischerweise plötzlich, mit Fieber, Husten oder Halsschmerzen und Muskel- oder Kopfschmerzen, und dauert meist 5 bis 7 Tage. Eine Erkältung entwickelt sich laut IQWiG über einige Tage und bleibt meist bei Schnupfen, Halsschmerzen und Husten, manchmal mit leichtem Fieber.

Eine feste Tagesgrenze setzen die deutschen Gesundheitsinformationen nicht. Das IQWiG rät zu ärztlichem Rat bei hohem Fieber, starken oder sich verstärkenden Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Luftnot oder Problemen beim Atmen, und besonders bei chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117, bei Lebensgefahr der Notruf 112.

Wenn Sie arbeiten und die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage dauert, verlangt das Entgeltfortzahlungsgesetz eine ärztliche Bescheinigung spätestens am darauffolgenden Arbeitstag; Ihr Arbeitgeber darf sie auch früher verlangen. Seit Dezember 2023 kann eine Praxis, in der Sie bekannt sind, Sie bei Beschwerden ohne schwere Symptomatik nach einem Telefonat für bis zu 5 Kalendertage krankschreiben.

Quellen

18 herangezogene Quellen für diesen Artikel, in der Reihenfolge, in der sie im Text vorkommen.

  1. 01ErkältungIQWiG, gesundheitsinformation.de · aktualisiert am 31. Oktober 2023
  2. 02ErkältungBundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de
  3. 03S3-Leitlinie Akuter und chronischer Husten (AWMF-Register-Nr. 053-013)Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
  4. 04RKI-Ratgeber Influenza (saisonal)Robert Koch-Institut
  5. 05The common cold (Heikkinen T, Järvinen A)The Lancet · 2003
  6. 06How long does a cough last? Comparing patients' expectations with data from a systematic review of the literature (Ebell MH u. a.)Annals of Family Medicine · 2013
  7. 07Duration of symptoms of respiratory tract infections in children: systematic review (Thompson M u. a.)BMJ · 2013
  8. 08Vitamin C for preventing and treating the common cold (Hemilä H, Chalker E)Cochrane Database of Systematic Reviews · 2013
  9. 09Zinc for prevention and treatment of the common cold (Nault D u. a.)Cochrane Database of Systematic Reviews · 2024
  10. 10Echinacea for preventing and treating the common cold (Karsch-Völk M u. a.)Cochrane Database of Systematic Reviews · 2014
  11. 11Antibiotics for the common cold and acute purulent rhinitis (Kenealy T, Arroll B)Cochrane Database of Systematic Reviews · 2025
  12. 12Entgeltfortzahlungsgesetz, § 5 Anzeige- und NachweispflichtenBundesministerium der Justiz
  13. 13Telefonische Krankschreibung zur Entlastung von Praxen und Versicherten wieder möglichGemeinsamer Bundesausschuss · 7. Dezember 2023
  14. 14Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117Kassenärztliche Bundesvereinigung
  15. 15ErkältungStiftung Gesundheitswissen
  16. 16Common coldNHS (Großbritannien)
  17. 17Recomendaciones útiles: resfriado comúnOsakidetza, baskischer Gesundheitsdienst (Spanien)
  18. 18Rhinopharyngite ou rhume de l'adulte : que faire et quand consulter ?Assurance Maladie (Frankreich)

Geschrieben vom Yantar-Team. Die Ernährungsinformationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht den Rat einer medizinischen Fachkraft.

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